Füllen ohne Bohren

Mit der Icon-Methode bieten wir ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von beginnender Karies und ästhetischen Zahnschmelzveränderungen (White Spots). Die Therapie erfolgt schonend, zahnsubstanzerhaltend und ohne den Einsatz eines Bohrers.

Schonende Kariesbehandlung durch Infiltration

Die moderne Zahnmedizin ermöglicht es, Karies im Anfangsstadium frühzeitig zu therapieren. Mit der Methode der Kariesinfiltration (Icon) schließen wir die Behandlungslücke zwischen der reinen Vorsorge (Prävention) und einer klassischen Füllungstherapie. Bei diesem Verfahren ist kein Bohren erforderlich, wodurch die natürliche Zahnsubstanz bestmöglich erhalten bleibt. Auch auf eine Lokalanästhesie (Betäubungsspritze) kann in der Regel verzichtet werden.

Anwendungsbereiche der Icon-Methode

Die Infiltrationstechnik eignet sich für zwei spezifische zahnmedizinische Befunde:

1. Ästhetische Behandlung von Zahnschmelzveränderungen (White Spots)

Sogenannte „White Spots“ sind wolkige, weißliche Flecken auf den Glattflächen der Schneidezähne. Sie entstehen durch Luft- und Wassereinschlüsse im porösen Zahnschmelz, was zu einer veränderten Lichtbrechung führt.

  • Das Prinzip: Der flüssige Icon-Kunststoff dringt in die Poren ein und gleicht diesen optischen Unterschied aus. Das Erscheinungsbild des Zahns passt sich dem gesunden Zahnschmelz an.

2. Arretierung beginnender Karies

Karies im Frühstadium – sei es auf den Glattflächen oder in den Zahnzwischenräumen (approximal) – kann durch die Infiltration abgedichtet werden. Die Diffusionswege für kariogene Säuren werden blockiert, wodurch ein weiteres Fortschreiten der Karies frühzeitig gehemmt wird.

Der Behandlungsablauf in unserer Ordination

Die Therapie ist schonend und in der Regel innerhalb von ca. 30 Minuten in einer einzigen Sitzung abgeschlossen:

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Vorbereitung

Der betroffene Zahn wird trockengelegt. Die oberflächliche Schicht der kariösen Stelle wird mit einem speziellen Ätz-Gel auf Salzsäurebasis vorbereitet.

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Infiltration

Ein speziell entwickelter, dünnflüssiger Kunststoff (Infiltrant) wird mit einem Applikator aufgetragen. Die poröse Zahnstruktur saugt den Kunststoff auf, wodurch die betroffene Oberfläche abgedichtet wird.

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Lichthärtung

Abschließend wird die neu entstandene, stabile Schicht mit einer zahnmedizinischen Polymerisationslampe ausgehärtet. Das Eindringen von Bakterien wird so effektiv verhindert.

Merkmale und Vorteile der Kariesinfiltration

  • Verzicht auf den Bohrer: Die Behandlung erfolgt ohne den Einsatz zahnärztlicher Bohrer und ist weitgehend schmerzfrei.

  • Maximaler Zahnerhalt: Im Gegensatz zur klassischen Füllungstherapie muss keine gesunde Zahnsubstanz abgetragen werden. Die Lebenserwartung des Zahnes kann dadurch erhöht werden.

  • Zeiteffizienz: Die Kariesarretierung sowie die optische Angleichung von White Spots sind in der Regel in einer Sitzung möglich.

  • Präventiver Nutzen: Das Fortschreiten von Kariesbefunden im Anfangsstadium wird direkt gestoppt.

Medizinische Voraussetzungen und Grenzen

Die Kariesinfiltration ist eine Methode für das Anfangs- und frühe Mittelstadium der Karies. Sie kann angewendet werden, solange die Läsion die Schmelzschicht nicht wesentlich überschritten hat und maximal ein Drittel des Dentins befallen ist.

Ist die Karies bereits tiefer fortgeschritten oder hat sich bereits ein Loch (Kavität) gebildet, ist eine konventionelle Füllungstherapie (mit Bohren) notwendig. Um Karies in einem für die Icon-Methode geeigneten Stadium zu erkennen, sind regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen unerlässlich.

Weiterführende Informationen

Möchten Sie mehr über die medizinischen und physikalischen Hintergründe dieses Verfahrens erfahren?
Details zum Icon-Prinzip lesen

Für eine individuelle Einschätzung, ob diese Methode für Ihre Zähne infrage kommt, beraten wir Sie gerne persönlich.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Icon-Methode

Die Kariesinfiltration ist ein minimalinvasives zahnmedizinisches Verfahren. Dabei wird beginnende Karies mit einem speziellen, flüssigen Kunststoff (Infiltrant) aufgefüllt und abgedichtet. Die Behandlung kommt komplett ohne Bohren aus und stoppt das Fortschreiten der Karies.
Da bei diesem Verfahren kein Bohrer zum Einsatz kommt und keine gesunde Zahnsubstanz abgetragen werden muss, ist die Behandlung in der Regel völlig schmerzfrei. Auf eine Lokalanästhesie (Betäubungsspritze) kann daher meist verzichtet werden.
Die Infiltrationstechnik eignet sich ausschließlich für Karies im Anfangs- oder frühen Mittelstadium. Sobald die Karies die Schmelzschicht des Zahnes deutlich durchbrochen hat oder sich bereits ein tiefes Loch (Kavität) gebildet hat, ist eine herkömmliche Füllungstherapie erforderlich.
Die Behandlung ist zeitsparend und wird in nur einer einzigen Sitzung durchgeführt. In der Regel nimmt die Therapie etwa 30 Minuten in Anspruch.
„White Spots“ sind weißliche, wolkige Verfärbungen auf den glatten Flächen der Zähne (meist Schneidezähne), die durch Lufteinschlüsse im porösen Zahnschmelz entstehen. Der flüssige Icon-Kunststoff dringt in diese Poren ein, passt die Lichtbrechung wieder an den gesunden Schmelz an und lässt die Flecken so optisch verschwinden.
Die Methode dichtet die behandelte Stelle ab und blockiert das Eindringen von Bakterien sowie kariogenen Säuren. Dies stoppt die Karies effektiv. Für einen dauerhaften Erhalt der Zahngesundheit bleiben jedoch eine sehr gute häusliche Mundhygiene und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen unerlässlich.
Die Kariesinfiltration mit der Icon-Methode ist in Österreich derzeit keine Kassenleistung und wird daher als Privatleistung abgerechnet. Über die genauen Kosten für Ihren individuellen Behandlungsbedarf klären wir Sie in unserer Ordination gerne transparent im Vorfeld auf.

Haben Sie noch weitere Fragen zur Icon-Methode?

Wir sind gerne für Sie da.